Zuchtschau

„Der Deutsche Schäferhund ist mittelgroß, leicht gestreckt, kräftig und gut bemuskelt, die Knochen trocken und das Gesamtgefüge fest. Er hat ein kräftiges, gesundes und vollständiges Gebiss mit 42 Zähnen (Scherengebiss). Die spitzen Stehohren sind beweglich und können vom Hund einem Geräusch entsprechend gestellt werden, was unter anderem seine Qualität als Wachhund ausmacht.“

Nur schön sein genügt nicht

Für viele Menschen ist der Deutsche Schäferhund einer der schönsten Hunde überhaupt. Nicht zuletzt deshalb ist eine Zuchtschau beim SV für jeden Hund (und natürlich seinen Besitzer) der Augenblick der Wahrheit. Denn hier geht es um die vererbbare Qualität der Tiere. Gutes Aussehen allein garantiert dabei noch lange keinen ersten Platz.  

Für Zuchtschauen müssen Hunde in Vorprüfungen Leistungen erbringen – und sie körperlich unter Beweis stellen. Die Beurteilung durch ausgebildete SV-Zuchtrichter erfolgt nicht nur aus dem Stand, sondern auch im ausdauernden Trab. Die Bewertungen werden nach strengen Maßstäben abgegeben. Nur wenn Aussehen und Wesen im Hinblick auf den Rassestandard stimmen, kann der Richter eine Zuchtbewertung aussprechen. Auch Kriterien wie Lauffreude, Kondition und Temperament beeinflussen die Bewertung. So entwickelt sich ein Wettbewerb, in dem sich die Besten mit den Besten messen.

In unserer Ortsgruppe wird dabei der Hund mit gezieltem Training optimal für anstehende Zuchtschauen vorbereitet.

Die SV-Bundessiegerzuchtschau - Das Highlight!

Der SV veranstaltet jährlich über 150 Zuchtschauen. Orte und Termine sind in der SV-Zeitung oder auf der Homepage des SV unter der Rubrik „Veranstaltungen“  nachzulesen. Die Ortsgruppen führen Zuchtschauen für Varietäten „Stockhaar-“ und „Langstockhaar mit Unterwolle“ für die Jugendklasse (12 – 18 Monate), die Junghundklasse (18 – 24 Monate) und die Gebrauchshundklasse (über 2 Jahre) durch. Ebenso können Nachwuchsklassen angegliedert werden, zukünftige Züchter lassen ihre Tiere auf diesen Schauen zum ersten Mal begutachten.  Der Höhepunkt in jedem Jahr ist die SV-Bundessiegerzuchtschau, zu der nur Hunde mit Spitzenergebnissen zugelassen werden. Wann die kommende SV-Bundessiegerzuchtschau stattfindet, erfahren Sie hier: 

Trainingszeiten
Ringtraining

  • Freitag                                18:30 Uhr

Zuchtvoraussetzungen

Züchten ist eine verantwortungsvolle und schöne Aufgabe, bei der man zielstrebig an der Weiterentwicklung einer Hunderasse mitwirken kann. Die Schäferhundzucht setzt neben Idealismus und der Liebe zum Tier vor allem einen umfangreichen Sachverstand, klare Zielvorstellungen und Erfahrung voraus. Viel Platz für eine Zwingeranlage und eine verständnisvolle Nachbarschaft sind weitere Grundvoraussetzungen. Neben der Ausbildung der Zuchttiere und der Präsentation auf Zuchtschauen müssen vor allem die kleinen Welpen ständig betreut und umsorgt werden.

Auch die finanzielle Seite des Züchtens muss bedacht werden. Dazu gehören exemplarisch die Kosten für die Anlage, das Futter, den Tierarzt und all jene Ausgaben, die mit der Zulassung des Hundes zur Zucht zusammenhängen – sprich: Ausbildung, HD-, ED- und DNA-Verfahren, Prüfungen, Zuchtschauen, Körungen, Fahrt zum Deckrüden und die Deckgebühr.

Die richtige Partnerwahl

Voraussetzung für eine erfolgreiche Zucht ist die Qualität der Elterntiere und ihrer Ahnen. Dabei ist dann die Wahl eines passenden Rüden für die Hündin abhängig von den Vorzügen (und genauso den Fehlern) der Zuchtpartner. Weitere Kriterien: Verwandtschaftsgrad, Typ, Linie, Haarart, Qualität von etwa bereits vorliegender Nachzucht und schließlich auch die Deckbereitschaft des in Aussicht genommenen Hundes.

Verantwortung bei der Zucht

Hundezüchter haben eine große Verantwortung. Sie legen in den ersten Lebenswochen des Hundes den Grundstein für seine Entwicklung. Diese Prägung durch den Züchter bildet die Basis für die spätere Mensch-Hund-Beziehung. Außerdem sind Sie den Käufern ein unersetzlicher Ratgeber.

Bekämpfung von HD / ED

Deutsche Schäferhunde sind eine gesunde Rasse. Dennoch hat die Problematik „Erbkrankheiten“ die Zucht erreicht. Hüftgelenksdysplasie (HD), die Züchter aller Großhundrassen fürchten, ist eine Entwicklungsstörung in der Ausbildung der Hüftgelenkpfanne, die sich erst im Verlauf des Wachstums ausprägt. Dies gilt auch für die seit einigen Jahren beobachtete Ellenbogendysplasie, die eine anormale Entwicklung in einem bestimmten Bereich des Ellenbogengelenks verursacht.

HD

Erbliche Veranlagung spielt eine große Rolle. HD-Beschwerden belasten die Vierbeiner erheblich. Viele Hunde haben beispielsweise Schwierigkeiten beim Aufstehen. Kennzeichnend sind außerdem ein schwankender Gang, Probleme beim Treppensteigen oder Springen. Sicher ist: Erbliche Veranlagung spielt eine maßgebliche Rolle für das Entstehen dieser Krankheit. Von Bedeutung sind aber auch Einflüsse durch Fütterung und Haltung. Medikamentöse Behandlungen mit Schmerzmitteln oder Kortison haben oft schwerwiegende Nebenwirkungen. Wirkliche Hilfe verspricht nur eine Operation.

ED

Ellenbogendysplasie ist vermutlich ebenfalls genetisch bedingt. Die Folge: Während des Wachstums verbindet sich ein kleiner Knochenteil nicht mit dem restlichen Knochen. Das Resultat ist ein instabiles Ellenbogengelenk und damit verbundene Schmerzen bis hin zur Lahmheit. Auch hier hilft nur eine Operation.

Initiativen zur Bekämpfung

Der SV hat als erster Rassehundzuchtverein bereits im Jahr 1966 Initiativen zur planmäßigen Bekämpfung der HD und seit 2002 auch der ED ergriffen und für die Zuchtzulassung eine Röntgenkontrolle vorgeschaltet. So wurde ein Verfahren entwickelt, bei dem Züchter, Tierärzte und das Zuchtbuchamt des SV zusammenarbeiten. Zunächst werden dabei die Röntgenaufnahmen von Hunden ausgewertet, die zum Zeitpunkt der Untersuchung mindestens zwölf Monate alt waren. In der zentralen Begutachtungsstelle des SV überprüfen danach Experten die entstandenen Röntgenbilder. Je nach den Ergebnissen in den einzelnen Punkten wird ein abschließender HD- und ED-Befund ermittelt. Das Zuchtbuchamt trägt ihn in die Ahnentafeln ein. Hunde, bei denen mittlere oder schwere HD oder ED diagnostiziert wurde, dürfen zur Zucht nicht mehr eingesetzt werden.

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